Adventssingen am Schwibbogen
Veranstaltung erlebt ihre 19. Auflage - Besucher sind zum Mitsingen eingeladen
Pleißa. Weihnachtsstimmung pur gibt es am 10. Dezember in Pleißa zu erleben. Der örtliche Heimatverein und der Feuer­wehrförderverein laden zum tra­ditionellen Adventssingen vor dem Schwibbogen, unterhalb der Kirche, ein. Die Veranstal­tung geht in die 19. Runde. Keine Marktbuden und Lärm von Besuchermassen prägen die Weihnachtsveranstaltung in Pleißa, sondern es geht eher besinnlich und ruhig zu. Wohl­tuend ist diese Eigenart im Vergleich zu den anderen Weih­nachtsmärkten in der Region, wo jede Menge Hektik angesagt ist.
Kein Wunder, dass das Advents­singen nicht nur die Pleißaer zum Schwibbogen zieht, son­dern auch immer mehr Besu­cher aus dem Umland. Beginn in diesem Jahr ist um 15 Uhr. Auftreten werden die Kin­der des Kindergartens und der Schule. Weiterhin nehmen am Singen der Singekreis und der Posaunenchor teil. Und damit nicht nur Zuhören bei den Besuchern angesagt ist, laden alle Beteiligten auch zum Mitsingen ein. Und da Singen und Musizieren auch Hunger machen ist natürlich für Essen und warme Getränke bestens gesorgt, uw
Kirchliche Veranstaltungen
Pleißaer Gotteshaus ist etwas Besonderes
Pleißa. Am 10.12.2016 gibt es eine interessante Krippenaus­stellung mit Krippen aus nah und fern, im Pfarrhaus Pleißa zu bewundern.
Für den 24. Dezember sind alle herzlich zur Christvesper mit Krippenspiel eingeladen. Be­ginn ist um 16 Uhr. Am 31. Dezember gibt es um 17 Uhr einen Abendmahlsgottes­dienst und um 23.30 Uhr sind alle zur Jahresschlussandacht in die Kirche eingeladen. Auch das Kirchgebäude selbst lohnt einen Besuch. Das Gottes­haus ist zweifelsohne das Wahr­zeichen des Ortes. Es steht direkt an der Hohensteiner Straße, ist für jeden schnell zu sehen und wartet mit einer Besonderheit auf. Während andere Kirchen einen hohen Turm mit Glockenstuhl besitzen, fehlt letzterer an der Pleißaer Kirche.
Das Geläut wurde separat an der Gebäudeseite angebracht, wo­mit die Pleißaer Kirche einmalig ist. uw
Quelle: „Wochenspiegel" vom 09.12.2016

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Christbaumverbrennen verboten - aber es gibt Ausnahmen
Behörden haben Brauch­tumsfeuer genehmigt. Doch Naturfreunde beklagen eine Feinstaub­belastung. Das ist aber nicht das einzige Problem.
VON BETTINA JUNGE
PLEISSA/CLAUSSNITZ - Die Stim­mung war ausgelassen bei Schnee und Kälte zum traditionellen Weihnachtsbaumverbrennen. Die Lager­feuer auf dem Gelände der Feuerwa­chen in Pleißa und Claußnitz waren am Samstagabend weithin sichtbar. Für jeden Christbaum gab es einen Glühwein gratis.
Bereits zum 14. Mal traf man sich in Pleißa, um ausgediente Bäume zu verbrennen. Der Feuerwehrförderverein hatte zum Spektakel eingela­den. Der ehemalige Vorsitzende Stef­fen Reichl hatte die Idee 2001 aus dem niedersächsischen Wolfsburg nach Pleißa gebracht. „Ich habe dort gearbeitet und fand so ein Fest Anfang des Jahres toll", sagt der Feuer­wehrmann. Das dachten sich auch andere Feuerwehren in der Region und ahmten den Pleißaern nach. Seitdem lodern Feuer in den ersten Januartagen fast in jedem Dorf.
Doch eigentlich ist das Verbren­nen verboten. Das Landesumweltministerium begründet das Verbot mit der „erheblichen Ruß- und Rauchentwicklung". „Rein rechtlich gesehen sind die Baume normaler Abfall. Ein Bürger darf seinen Baum deshalb nicht einfach verbrennen", sagt ein Sprecher. Auch Natur­schutzverbände haben Bedenken. „Es entsteht Feinstaub", sagt David Greve vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND). Grenzwerte könnten überschritten werden. Luftschadstoffe würden sich bei einer Inversionswetterlage auch in Bodennähe anreichern. Bei der jetzi­gen Kälte sei das durchaus möglich. Außerdem sollte bedacht werden, dass Bäume Kohlendioxid-Speicher sind. Würden Bäume gefällt, entfiele diese Speicherung - schlecht in Zei­ten des Klimawandels. Beim Ver­brennen werde das gespeicherte Kohlendioxid wieder freigesetzt und zusätzlich die enthaltene Ener­gie verschwendet, erläutert Greve.
Dieses Thema beschäftigt auch einen Feuerwehrmann aus der Regi­on, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen will. Denn er sitzt im Gemeinderat, der über die Genehmi­gung von Brauchtumsfeuern ent­scheidet und ist gleichzeitig Natur­freund: „Umweltschutz ist wichtig." Dabei spiele die Menge .der Christbäume eine Rolle. Die Bäume sollten auf alle Fälle trocken sein, damit die Rauchentwicklung so gering wie möglich gehalten wird. Aber er ver­weist auch auf die schöne Tradition, die ein Dorf zusammenbringt. Zu­dem sei das Silvesterfeuerwerk viel schädlicher für die Menschen, fügt er hinzu. Das bestätigt auch Greve vom BUND: „Jedes Jahr werden zu Silvester die höchsten Feinstaub­werte registriert - vermutlich auch in der Chemnitzer Region." Deshalb spiele das Verbrennen von ein paar Weihnachtsbäumen wohl keine große Rolle im Vergleich zum Koh­lendioxid-Ausstoß vom nahe gelege­nen Braunkohlekraftwerk Chemnitz oder der Feinstaubbelastung an der A72/A4.
Genehmigt haben das Verbren­nen als Brauchtumsfeuer die örtli­chen Rathäuser, sagt eine Spreche­rin vorn Landratsamt Mittelsachsen. Ihre Behörde favorisiert aber eine Eigenverwertung durch Kompostie­ren oder als Brennstoff nach ausrei­chender Trocknung. Bis 11. Februar könnten die abgeschmückten Weihnachtsbaume zudem kostenfrei auf den Wertstoffhöfen in Mittelsach­sen abgegeben werden. Danach sei das auch noch möglich, aber gegen eine Gebühr. Lichtenaus Bürger­meister Andreas Graf will seinen Weihnachtsbaum schreddern und auf dem Grundstück belassen. Aber als Chef der örtlichen Polizeibehör­de hat er das Feuer am 14. Januar in Auerswalde genehmigt: „Eine schö­ne Tradition."
Die Umweltbelastung sei im Vergleich zum Verbrennen von Kabelschrott in Afrika gering, ergänzt er. Amtskollege Günter Hermsdorf aus Claußnitz hat auch keine Bedenken, dass sich am Sams­tag die Feinstaubbelastung in sei­nem Dorf durch das traditionelle Tannenbaumglühen erhöht hat. „Wir sollen froh sein, dass sich die Leute gemütlich im Ort treffen."

Quelle: „Freie Presse" vom 09.01.2017 ( Oh`wie groß sind doch die Schmerzen…-Anm. d. Redaktion )

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