„Naturkinder" pflanzen Trauerweide am Dorfteich
Der Dorfteich und der kleine Spielplatz an der ehemaligen Post haben sich zu einem beliebten Anziehungspunkt im Ortsteil Pleißa entwickelt. Kürzlich wurde durch die Mitarbei­ter des Bauhofs die Brücke neu errichtet. „Wenn es unsere Kapazitäten zulassen, werden wir demnächst auch noch die Bänke instand setzen, beziehungsweise austauschen", betonte Bauhofleiter Norman Uhlig. In Abstimmung mit der Stadtgärtnerin wurde Mitte April zudem eine Trauerweide neu gepflanzt. Das war eine Initiative von Simone Kühne, der Leiterin des Ganztagsangebots (GTA) „Naturkinder" der Grundschule Pleißa. „Wir wollten gerne einen Ersatz für einen Baum, der dort gefällt wurde. Das ist sehr wichtig für das Stadtklima und sorgt auch für Schatten an heißen Tagen", betonte sie. Gemeinsam mit ihren sieben Schülern aus der Klasse 3 hat sie diesen nun am Dorfteich eingepflanzt und mit einem Schild versehen (Foto). Im Rahmen des GTA-Angebots ist sie mit den Kindern viel draußen und findet je nach Jahreszeit passende Themen-sei es das Suchen von Kräutern oder das Begutachten der verschiedenen Rindenarten von Bäumen sowie Laubblattfarben im Herbst. Quelle: „Stadtspiegel" vom 12.Mai 2022
 
weiter
Pleissa wie es ist
zurück
© GeMo 2002 -2022
Pleißaer Bauunternehmen behauptet sich seit vielen Jahren
Am 14. April besuchte Oberbürgermeister Gerd Härtig den Bauunternehmer Thomas Fischer, der im Ortsteil Pleißa seine Firma betreibt. „Ich habe damals als Angestellter gekündigt und von Null angefangen. Um mir einen Transporter zuzu­legen, habe ich unser privates Auto verkauft und dann nach und nach die nötigen Maschinen für die Firma erworben", erinnerte sich Thomas Fischer mit Blick auf den mittlerweile mit Bagger, LKW und Radlader gut bestückten Bauhof der Firma. Unterstützung erhält er damals wie heute von seiner Frau Silke, die sogar anfangs für ihn die Büroarbeit neben ihrem Beruf im Gesundheitswesen mit erledigte. Hatte Tho­mas Fischer zeitweise mehrere Angestellte und Aufträge im gesamten Bundesgebiet, so konzentriert er sich nun eher auf die Region und ist als Ein-Mann-Firma unterwegs. „Mein Schwerpunkt liegt auf dem Hochbau, aber auch Tiefbau­arbeiten und Sanierungen übernehme ich", betonte er. Nach einigen Schwankungen in den 1990er Jahren und Anfang der 2000er habe er seit 2008 stets gut gefüllte Auftragsbücher, selbst eine Winterpause gebe es nicht mehr. „Schön, dass es noch Firmen dieser Art gibt", freute sich Gerd Härtig, der sich mit dem Unternehmer natürlich auch über aktuelle Lieferschwierigkeiten und die Preissteigerungen informierte, die vielen Baufirmen und ihren Auftraggebern derzeit zu schaffen machen.  Quelle: „Stadtspiegel vom 25.05.2022
Glückwunsch !
Spannender Ausflug zum Luisenhof
Am Gründonnerstag fuhr die Klasse 2b der Grundschule Pleißa mit dem Bus zum Luisenhof in Langenchursdorf. Nach einem gemütlichen Frühstück durften die Kinder den Blühstreifen am Feldrand säen. Dann wurden Kräuter und Feuerholz gesammelt, um gemeinsam ein leckeres und gesundes Mittagessen über dem Lagerfeuer zu kochen. Die Tiere des Hofes freuten sich beim anschließenden Besuch über die Gemüsereste und ließen sich zum Dank streicheln. Es war ein toller Tag, an dem die Kinder viel gelernt haben. Die Klasse 2b der Grundschule Pleißa. Foto: privat Quelle: „Stadtspiegel" vom 25.05.2022
 
Bücherschenke etabliert sich
Pleißaer haben neue Ideen fürs alte Rathaus
Rund 100 Interes­sierte haben am 14. Mai den „Tag der offenen Tür" in der Bücherschenke im Rathaus Pleißa ge­nutzt, um Bücher mitzunehmen und vorbeizubringen, in den prall gefüllten Regalen zu stöbern und mit Nachbarn und Freunden bei Kaffee und Kuchen ins Gespräch zu kommen. „Dieser Tag der offenen Tür war unsere ers­te größere Aktion nach der Eröffnung und wir sind sehr zufrieden mit der Resonanz", sagt Ortsvorsteher Holger Schmeißer. Ziel des Tages sei es ge­wesen, das Konzept der Bücherschenke bekannter zu machen und neue Ideen für die weitere Nutzung des Rathau­ses im Ortsteil zu entwickeln. „Wie der Name schon vermuten lässt, können Interessierte gut erhaltene Bücher zum Verschenken in die Bücherschenke brin­gen. Unser Team sortiert regelmäßig die Bücher, damit Interessierte, die gern ein Buch mitnehmen möchten, dieses in den Regalen auch schnell finden", sagt Holger Schmeißer. Das genauso nach­haltige wie unkomplizierte Konzept, auf diese Weise gut erhaltene Sach- und Kinderbücher, Romane oder Kochbücher
zu entdecken, wird von immer mehr Menschen angenommen. Mit den Mitgliedern des Heimatvereins Pleißa konnte in der mobilen Kunst­werkstatt passend rund um das Thema Papier gebastelt werden (Foto Seite 12). Zudem gab es Kaffee und Kuchen sowie viele gute Gespräche. Bereits im November hatte im Rat­haus Pleißa eine Demokratiekonferenz der Partnerschaft für Demokratie Limbach-Oberfrohna stattgefunden. Ziel war es damals, Ideen für die weitere Nutzung des Rathauses zu finden. Auch am Samstag wurden einige Vorschläge gebracht: Die Bandbreite reicht von einer Kinderbibliothek mit Leseangeboten für die Jüngsten über Klöppelkurse bis hin zu einer Tauschbörse für Elektrokleingeräte. „Wir werden noch vor den Sommerferien zu einer weiteren Ver­anstaltung in das Rathaus einladen, um die Ideen weiter zu vertiefen", sagte Ortsvorsteher Holger Schmeißer. Die Bücherschenke Pleißa im Erdge­schoß des Rathauses ist immer dienstags von 16.30 bis 17.30 Uhr geöffnet. Unter der Mailadresse ortsvorsteher-pleissa@web.de freut sich Ortsvorsteher Holger Schmeißer über weitere Ideen und Mitstreiter.
Foto: privat
14. Mai 2022
Prinzip des „Book-Sharing" ausbauen
Erste lange Nacht der Bücher in Pleißa veranstaltet
Pleißa, !m Pleißaer Rathaus fand am gestrigen Freitag die ers­te lange Nacht der Bücher statt. Die Idee dazu wurde bereits im Frühjahr bei einem Tag der offe­nen Tür in der Bücherschenke geboren. Geöffnet ist die Bücher­schenke jeweils dienstags von 16.30 bis 17.30 Uhr sowie in der Schulzeit auch donnerstags von 18 bis 19 Uhr.
„Mit der langen Nacht der Bü­cher wollen wir unser Angebot gern weiter bekannt machen", sagte Holger Schmeißer im Vor­feld des Events. Seit Mitte 2021 befindet sich im Erdgeschoss des Pleißaer Rathauses die Bücher­schenke. Sie funktioniert nach dem Prinzip des „Book-Sharings": Jeder kann Bücher kos­tenlos und ohne jegliche Formali­täten zum Tausch oder zur Mit­nahme in die Bücherschenke Pleißa bringen - verschenken al­so, daher auch der Name Bücherschenke. Und Interessierte können Bücher abholen-ebenso kostenlos und ohne Papierkram. So werden gelesene Bücher im­mer wieder verwendet. Das ist nicht nur gut für den Geldbeutel, sondern auch für die Umwelt. Im Sortiment hat die Bücherschenke alles: von Romanen über Sachbü­cher und Bildbänden bis hin zu Kochbüchern. Dazu gibt es eine große Auswahl an Kinderbü­chern.
hfn/BLICK vom 02.07.22
Verein will Bands aus der Region unterstützen
Limbach-Oberfrohnaer wollen Musik-Amateure mit Profis spielen lassen
VON STEFFI HOFFMANN
Pleißa - Er will seiner westsächsischen Heimat wieder mehr Kultur und vor allem Musik bringen. Das hat sich der junge Limbacher Verein Tin Tower vorgenommen, der aktu­ell aus einem Dutzend Mitgliedern besteht, die im Schnitt 25 Jahre alt sind.
„Im Vordergrund soll die Veran­staltung von Rock-Pop-Konzerten stehen. Nachwuchsbands aus der Region bekommen die Möglichkeit, gemeinsam mit professionellen For­mationen auf einer Bühne zu ste­hen", erklärt Falk Scheel vom Vor­stand des Vereins. Schon seit drei Jahren organisieren die Mitglieder die Jugendbandabende zum Stadt­parkfest. Nun steht am Samstag das erste eigene große Festival auf dem Plan - das „Happy Brook Festival" auf der Festwiese in Pleißa. „Das Gelände bietet sich gut an, da es zen­tral im Stadtbereich liegt und auch eine Bushaltestelle hat. Somit kön­nen die Besucher auch mit dem Nahverkehr oder zu Fuß das Happy Brook erreichen", so Falk Scheel.
Einen Abend lang soll es am Samstag Konzerte geben und etwa ein Dutzend Stände auf einer Demo­kratiemeile. Für die Bühne konnte der junge Verein unter anderem die populäre deutsche Pop-Punk-Band „Itchy" gewinnen sowie den Rapper Lostboi Lino. Ein Ansinnen des Tin-Tower-Vereins sei es, derartige Künstlerauftritte allen zugänglich zu machen. Er sammelte daher in den letzten Wochen Spenden und Fördermittel, um einen freien Ein­tritt zu ermöglichen. „Wir wollen, dass auch Jugendliche mit wenig Ta­schengeld so etwas erleben können", sagt Falk Scheel. Er und seine Ver­einskollegen rechnen mit 1000 Be­suchern am Samstag. Los geht das Festival 17 Uhr, Einlass ist ab 16 Uhr.
Nun muss im Vorfeld einer sol­chen Veranstaltung einiges organi­siert werden, wie zum Beispiel das Bauen und Gestalten von Schildern und Dekoration. Dazu hatte der Ver­ein Ende Juli Interessierte in den Ju­gendclub Suspect eingeladen, um gemeinsam zu werkeln. Es wurde gebaut und gesprayt. „Die Aktion kam ziemlich gut an", resümiert Falk Scheel. Junge Leute zwischen 16 und 30 Jahren hätten sich daran beteiligt. Nun werden für das Festi­val am Samstag noch Helfer gesucht, wie Falk Scheel sagt. „Wir könnten noch Leute für den Aufbau am Freitag und Samstagvormittag gebrauchen und jemanden am Einlass sowie an der Bar."
Wer Interesse hat, am „Happy Brook Fes­tival" mitzuwirken, kann sich anmelden unter:
<https://happybrookfestival.de> Quelle: „Freie Presse" vom 30.08.2022
 
 
Junge Schwimmerin startet im September bei der Jugend-WM
Die Pleißaerin Julia Ackermann macht derzeit mit ihren Schwimmerfolgen von sich reden. Bei der Junioren-Europa­meisterschaft im Freiwasser konnte sie im Einzel eine Goldmedaille erringen und auch mit der Staffel Silber holen. Nun überzeugte sie Ende Juli auch bei den European Youth Olympics Festival (EYOF) in der Slowakei. Dort holte sie Gold in den Disziplinen 400 und 800 Meter Freistil. In der 200 Meter-Dis­tanz konnte sie den dritten Platz be­legen und mit der Staffel wurde sie mit ihren Teamkolleginnen ebenfalls mit Bronze belohnt. Damit war sie die erfolgreichste deutsche Schwimmerin des Wettkampfes. Schon als Kind begeisterte sie sich im LIMBOmar für das nasse Element und wollte bereits mit drei Jahren un­bedingt Schwimmen lernen und das „Seepferdchen" ablegen. Beim24-Stunden-Schwimmen absolviert sie kurz danach auch die ersten 1000 Meter. „Das war sozusagen mein erster Wett­kampf", schmunzelte sie. Seitdem geht sie regelmäßig zum Training beim SC Chemnitz und besucht seit der 5. Klas­se auch das Sportgymnasium. Täglich außer sonntags ist sie nun im Wasser, um ihre Leistungen zu verbessern und sich auf Wettkämpfe vorzubereiten. Nachdem sie mehrfach Bezirks- und Sachsenmeisterin wurde, folgte 2019 ein zweiter Platz in 1.500 Meter Freistil bei der Deutschen Jahrgangsmeisterschaft. Nach vielen weiteren Stationen konnte Julia Ackermann sich in diesem Jahr auch über den Deutschen Meistertitel im Freiwasser über 5 Kilometer freuen. Nach den europaweiten Erfolgen hat sie sich nun für die Teilnahme bei den Jugend-Weltmeisterschaften nominiert, die im September auf den Seychellen stattfinden sollen.
Neben ihrer großen Leidenschaft, dem Schwimmen, bleibt der 15-Jährigen nicht viel Zeit für andere Hobbys und Unternehmungen mit Freundinnen. „Ich will auf alle Fälle mein Abitur machen und weiter erfolgreich schwimmen", ist sie sich sicher. Ihr Vorbild ist dabei Weltmeisterin und Olympiateilnehmerin Sarah Wellbrock. „Sie schwimmt meine Strecken", so Julia Ackermann. Große Unterstützung erhält sie von ihrer Familie und Freunden, die oft auch am Beckenrand stehen und sie anfeuern.
Als Sponsoren stehen ihr das Versicherungsmaklerbüro Swen Schramm aus Chemnitz, Fliesenleger Heiko Busch­mann Mittweida, die W+L Elektroanlagen GmbH Chemnitz, die Kieferortho­pädische Praxis Dr. med. M. Müller in Chemnitz sowie Jan Grabowski und weitere Privatpersonen zur Seite. Um die hohen Kosten für Sportbekleidung, Startgebühren und Reisen decken zu können, sind weitere Unterstützer na­türlich gern gesehen. Mehr Infos dazu und zu Julia Ackermann unter Telefon: 0172/7587569

Quelle: Stadtspiegel vom 01.09.2022

 
Bücherschenke überrascht mit neuem Angebot zum Stöbern
Nicht nur zu den regulären Öffnungszeiten soll der Leseappetit gestillt wer­den. Bald lädt ein „Lesetreff" auch vormittags ein.
VON CHRISTIAN WOBST
PLElßA - Die Bücherschenke im Rathaus Pleißa erweitert ihr Ange­bot. Neben den regulären Öffnungs­zeiten am Dienstagnachmittag zwi­schen 16.30 und 17.30 Uhr wird es ab dem 4. Oktober ebenfalls diens­tags jeweils von l0 bis 11.30 Uhr einen „Lesetreff am Vormittag" geben. „Ich möchte gern meine Freude an Büchern und am Lesen an andere Menschen weitergeben", sagt Sabine Rauer, die den Lesetreff im Rathaus begleiten wird.
Eingeladen sind alle, die in der Bücherschenke stöbern, gemeinsam lesen oder sich mit anderen Men­schen über Bücher austauschen wollen. Die Idee zum „Lesetreff am Vormittag" entstand Anfang Juli beim zweiten Ideenabend im Rat­haus Pleißa. Dieser wurde von der Partnerschaft für Demokratie Limbach-Oberfrohna begleitet und un­terstützt. An diesem Abend fand auch die erste „Lange Nacht der Bü­cher" statt.
Seit Mitte 2021 befindet sich im Erdgeschoss des Pleißaer Rathauses die Bücherschenke. Sie funktioniert nach dem Prinzip des Book-Sharings: Jeder kann Bücher kostenlos und ohne jegliche Formalitäten zum Tausch oder zur Mitnahme in die Bücherschenke Pleißa bringen - ver­schenken also, daher auch der Name Bücherschenke. Und Interessierte können Bücher abholen - ebenso kostenlos und ohne Papierkram. Einfach, genial und nachhaltig. So werden gelesene Bücher immer wie­der verwendet. Das ist nicht nur gut für den Geldbeutel, sondern auch für die Umwelt. Im Sortiment hat die Bücherschenke alles: Von Roma­nen über Sachbücher und Bildbän­den bis hin zu Kochbüchern. Dazu gibt es eine große Auswahl an Kin­derbüchern. Die Pleißaer haben mit ihrem Rathaus einiges vor. So stand die Frage, wie die Räume in Zukunft genutzt werden können, am 1. Juli im Mittelpunkt des zweiten Ideenabends im Limbach-Oberfrohnaer Ortsteil. Die Anwesenden - darun­ter auch Vertreterinnen Pleißaer Vereine - waren sich schnell einig darüber, dass das Rathaus viel Potenzial hat, das genutzt werden sollte.
Kein Wunder also, dass es an Ideen, wie diese Nutzung aussehen soll, nicht mangelte. So wurden neben dem Lesetreff am Vormittag auch Kreativangebote wie Klöppeln oder Filzen ins Gespräch gebracht.
Quelle: „Freie Presse" vom 23.09.2022
 
Pleißaerin lädt zu Besuch in ihre Mini-Welten
Es ist das Filigrane, das es Elke Kramer angetan hat. Ob früher als Konditorin oder heute als Sammlerin. Im Esche-Museum gibt es nun eine neue Ausstellung.
-VON STEFFI HOFMANN-
LIMBACH-OBERFROHNA- Eine Schwarzwälderkirschtorte mit Kir­schen, die nur einen Millimeter groß sind. Ein zwei Zentimeter klei­ner Marzipanstollen. Dazu Kaffee-und Teegedecke und passend zur Adventszeit eine Pyramide und ein Schwibbogen.
Alles en miniature -alles so, dass es in eine Puppenstube passt. Die Puppenstube ist in diesem Fall ein Cafe mit Konditorei und wurde von Elke Kramer gestaltet. „Es macht mir unglaublich Spaß, so kleine Sachen zu kreieren", sagt die Pleißaerin, die ein buntes Sammel­surium für die aktuelle Weihnachts­ausstellung im Esche-Museum zu­sammengetragen hat.
Schon mehrmals wurden die Puppenstuben und Kaufmannslä­den aus der Sammlung von Elke Kramer in den Museen in Lirnbach-Oberfrohna gezeigt. Gerade zur Weihnachtszeit faszinieren die de­tailreich ausgestatteten Miniatur-Interieurs: das quirlige Wohnhaus, das hübsche Stofflädchen, die ge­schäftige Wäscherei oder die heime­lige Küche. Es ist das Filigrane, das es Elke Kramer seit jeher angetan hat. Ob früher in ihrem Beruf als Kondi­torin, wo sie Torten verzierte oder heute als Sammlerin alter Puppen­stuben, Kaufmannsläden und Bau­ernhöfe - die Pleißaerin liebt es, handwerklich kreativ zu sein und sich mit feinen Details zu beschäftigen.
Stetig erweitert Elke Kramer ihre Sammlung, spürt vergessene Kauf­mannsläden auf, renoviert alte Stu­ben, trägt Miniatur-Mobiliar zusam­men, sucht nach den perfekten Klei­nigkeiten und fertigt Zubehör selbst an. So können die Besucher der ak­tuellen Ausstellung viele neue Mo­delle in Augenschein nehmen, wie zum Beispiel ein Kaminzimmer aus dem Jahr 1962, ein historisches Pup­penhaus mit drei kleinen Zimmern, eine kleine Weinhandlung oder eine Weihnachtsstube. Besondere Freude hatte Elke Kramer an der Restaurie­rung eines alten Bauernhofes aus dem Jahr 1964. „Dazu habe ich zum Beispiel Kaffee-Rührstäbchen aus Holz angemalt und damit das einfa­che Gehäuse zu einem Fachwerk­haus gemacht", erzählt sie.
Auf Flohmärkten und in Haushaltsauflösungen sammelt Elke Kra­mer ihre Raritäten - sowohl die Häu­ser als auch das Mobiliar - und schleift, klebt und streicht in mühe­voller Handarbeit die filigranen Ge­genstände. Den Handel im Internet lehnt die Seniorin indes ab. „Das ist mir zu anonym", sagt sie. Wenn sie Puppenstuben oder Mobiliar von Märkten oder Haushaltsauflösun­gen bekomme, stecke da immer auch eine Geschichte dahinter, die sie fasziniere.
Die Geschichte des Puppenhau­ses selbst lässt sich bis ins 16. Jahr­hundert zurückverfolgen. Damals handelte es sich noch nicht um Spielzeuge, sondern um Schaustü­cke, mit denen das eigene Wohn­haus en miniature nachgebaut wur­de. Erst im 19. Jahrhundert waren Puppenhäuser auch in bürgerlichen Familien zu finden - um deren Töchter spielerisch auf die Haus­frauenrolle vorzubereiten. Viele der kleinen Welten entstanden im Ei­genbau. Im Erzgebirge spielte zu­nehmend die industrielle Fertigung eine Rolle. Die Firma Moritz Gott­schalk, die 1865 in Marienberg gegründet wurde und von der auch Elke Kramer Objekte besitzt, erlang­te in ihrer Blütezeit sogar Welt­ruhm.
Eine gute Ergänzung gehen die Puppenstuben in diesem Jahr mit den Modellbahnen aus der Samm­lung Ziemert ein, die im Esche-Mu­seum nun dauerhaft präsentiert ist. So können die einstigen Weih­nachtsklassiker Eisenbahn und Pup­penstube erstmals nebeneinander besichtigt werden.
DIE AUSSTELLUNG „Puppenstubenliebe -Neues Altes aus der Sammlung von Elke Kra­mer" ist noch bis zum 26. Februar 2023 im Esche-Museum zu sehen. Am 4. und 28. Dezember, 8. und 29. Januar sowie am 26. Februar wer­den jeweils 14 Uhr Führungen mit der Samm­lerin angeboten.
 
Erntegabensammlung und Bibelnacht
Kirchgemeinde bringt sich in Pleißa ein
Pleißa. Nach zehn Jahren in Pleißa hat sich Pfarrer Mika He­rold im September aus dem Orts­teil verabschiedet. Laut Holger Schmeißer hatte er in Pleißa nur eine halbe Stelle und ist nun nach Crottendorf ins Erzgebirge ge­wechselt. „Nun läuft bei uns in der Kirche alles über die Kirchge­meinde", erläutert der Ortsvorste­her. „Wir vom Ortschaftsrat sind sehr dankbar, dass die Mitglieder nach ihren Möglichkeiten ge­meinsam mit Pfarrer Andreas Vögler die Arbeit vorübergehend übernehmen." Bereits im bald zu­rückliegenden Jahr war man im Ort sehr aktiv: So wurde gemein­sam mit Kindern im Oktober eine Erntegabensammlung für das Erntedankfest durchgeführt. Die jungen Pleißaer standen auch bei der „Bibelnacht" im September im Mittelpunkt. Aktuell wird an der Gestaltung der Homepage ge­arbeitet, um den Mitgliedern und Interessenten auch künftig aktu­elle Informationen unterbreiten zu können. • abu
Vorhaben gibt es genug
AUSBLICK Ortsvorsteher freut sich auf 2023
Pleißa. Ein ereignisreiches Jahr geht für den Ortsteil zu Ende. Nach der Pandemie konnten viele Feste wieder stattfinden, neue ha­ben sich etabliert. Ein Höhepunkt wird sicher abschließend das Sin­gen am Schwibbogen, das am kommenden Samstag ab 15 Uhr stattfindet. „Hier bringen sich wie­der alle Vereine und Institutionen nach ihren Möglichkeiten ein", freut sich Holger Schmeißer. Be­vor Ortsvorsteher und Ortschafts­rat den Pleißaer Einwohnern frohe Feiertage und ein gesundes neu­es Jahr wünschen, möchten sie betonen, dass es 2023 auch wie­der erlebnisreich weitergehen wird. So soll im Januar endlich wieder zum Tannenbaumbrennen eingeladen werden, alle wei­teren bewährten Feste sind in Pla­nung. Auch bautechnisch wird sich einiges tun: Am Außengelän­de der Turnhalle soll zugunsten von Schul- und Vereinssport Bau­beginn sein und die Rettungswa­che wird sichtlich heranwachsen. Der Schulweg am Marktsteig wur­de bereits 2022 durch Asphaltie­rung sicherer und die vier neuen Wohnblöcke am Sonnenwinkel werden nach und nach bezogen. Die Fußballer freuen sich über ih­re Flutlichtanlage und die neuen Duschkabinen. Bei den Arbeiten am Feldsteig ist der erste Teilab­schnitt der neuen Brücke fertig. abu
Stets viel los in Pleißa
Pleißa. Der Ortschaftsrat blickt zurück, was 2022 alles stattgefunden hat: Neben ver­schiedenen Veranstaltungen rund um die Skihütte gab es im Juni endlich wieder das Dorffest. Die Jugendfeuerwehr feierte 25 Jahre, Kaninchen wurden aus­gestellt und es gab einen Schul­spendenlauf. Das Drachenfest wurde ausgerichtet, der Kinder­garten machte einen Lampion­umzug und aktuell kann man den lebendigen Adventskalen­der erleben, abu Quelle: „BLICK" vom 07.12.2022
Kirche Pleißa
 
Müllauto komplett ausgebrannt
Auf einer Entleerungstour ging am Morgen des 8. Dezember an­ der Zeppelinstraße ein Müllfahrzeug in Flammen auf. Der Fahrer befand sich glücklicherweise gerade außerhalb des Fahrzeugs, als aus dem Fahrerhaus plötzlich Flammen schlugen. Das Fahrzeug brannte in der Folge komplett aus (Foto: Quelle PD Zwickau). Die Ursache des Brandes ist bis dato noch unklar. Es wird jedoch von einer technischen Ursache ausgegangen. Der entstandene Sachschaden wird auf mindestens 250.000 Euro geschätzt. 22.12.2022-„Stadtspiegel"
Navigation