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Die meisten Langohren erhielten ein „sehr gut"
Pleißaer Kaninchenzuchter zeigen mehr als 100 Langohren
Von Jürgen Sorge
Pleißa. Mehr als 100 Langohren stellten die Pleißaer Kaninchenzüchter am Wochenen­de aus. Die Züchter feiern in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen.
Vor der Schau wurden alle Tiere bewertet. Mit dem Ergebnis ist Ver­einsmitglied Peter Aurich hochzu­frieden: „95 Prozent aller ausgestell­ten Tiere sind mit sehr gut bewertet worden, sieben davon sogar mit der höchsten Note vorzüglich."
Der Pleißaer Züchter hat Loh-schwarz-Kaninchen ausgestellt. Als lohfarben bezeichnen die Züchter das leuchtende Braun, das bei dieser Rasse mit den tiefschwarzen Fell­partien harmoniert. Aurich zeigt auf die lohfarbenen Augenringe und Naseneinfassungen dieser Ka­ninchen, auf die die Richter bei der Bewertung der Tiere immer ein be­sonderes Augenmerk haben.
Die Rasse züchtet Aurich schon seit den 1970er Jahren. Wie viel Freude ihm das macht, spürt man sofort, wenn er erzählt, wie die Kin­der aus der Nachbarschaft gern sei­ne Kaninchen streicheln. Obwohl das Hobby auch mit viel Arbeit ver­bunden sei, möchte es der Pleißaer nicht missen: „Das ist für mich im­mer ein schöner Ausgleich zur Arbeit und zum Alltagsstress." Für Vereinsvorsitzenden Klaus Viertel hat die Zucht auch eine sportliche Note. „Bei uns werden auch Kreis-, Landes und Deutsche Meister ermit­telt." In seinem Stall fühlen sich Lohkaninchen und Englische Sche­cken wohl. Um in der Zucht erfolg­reich zu sein, brauche man viel Fin­gerspitzengefühl. Denn bei der Paa­rung der Tiere gehe es vor allem da­rum, dass der Nachwuchs so weit wie möglich den jeweiligen Rasse-Standards nahe kommt.
Der Kaninchenzüchterverein S 416 Pleißa zahlt 21 Mitglieder. Jüngstes Mitglied ist die neunjähri­ge Sandra Philipp. Ältester ist Paul Winkler, der 88 Jahre alt ist. Der Verein wurde am 29. August 1908 von elf Züchtern im „Goldenen Stern" gegründet. Erster Vorsitzen­der war Max Zwingenberger.
Die schlimmsten Zeiten erlebten die Pleißaer im Zweiten Weltkrieg, als sich viele Züchter nicht mehr um ihre Tiere kümmern konnten. Nach Kriegsende kam die Zucht zu neuer Blüte, da man mit dem Kanin­chenfleisch die damals meist schmale Kost bereichern konnte.
Auch später waren Nutzrassen wie Helle Großsilber, Rote Neusee­länder und Großchinchillas für die Züchter eine zusätzliche Einnahmequelle. Seit der staatliche Aufkauf wegfiel, ist die Zucht wieder zu ei­nem reinen Hobby geworden, das die Züchter mit viel Enthusiasmus betreiben", berichtet Klaus Viertel.
Interview
Gemeinschaftsschau zum 100. Geburtstag
Die Pleißaer Kaninchenzüchter feiern 2008 das 100-jährige Beste­hen ihres Vereins. „Freie Presse"-Mitarbeiter Jürgen Sorge sprach darüber mit Vereinsvor­sitzenden Klaus Viertel.
Freie Presse: Wie jung fühlt sich Ihr Verein nach 100 Jahren?
Klaus Viertel: Der Altersdurch­schnitt unserer Züchter liegt bei etwa 50 Jahren. Damit können wir gut arbeiten. Wir haben zwei Jugendzüchter, die jünger als 18 Jahre sind. Wie andere Verei­ne müssen auch wir um weitere junge Mitglieder kämpfen.
Freie Presse: Wie wird jetzt weiter gefeiert?
Viertel: Am 29. und 30. Novem­ber findet in der Pleißaer Turn­halle eine Gemeinschaftsschau mit zehn weiteren Vereinen statt. Dabei werden etwa 500 Tiere zu sehen sein. Im Januar gibt es noch ein Vergnügen im Schützenhaus mit allen beteiligten Vereinen. Dort werden wir Züchter mit Eh­rennadeln auszeichnen.
Freie Presse: Was wünschen Sie sich für die Zukunft?
Viertel: Ich wünsche mir vor al­lem, dass wir im Verein weiter­hin gut harmonieren und dass mehr junge Leute das Hobby für sich entdecken.
Quelle: „Freie Presse" vom 21. 07. 2008
100 Jahre Kaninchenzüchterverein S 416 Pleißa e.V.
Anlässlich der Mitgliederversammlung im April trafen sich die Zuchtfreundinnen und Zuchtfreunde des Kaninchenzüchtervereins S416 Pleißa e.V. Im Mittelpunkt der monatlichen Versammlungen steht in diesem Jahr die Diskussion zur Vorbereitung und Durchfüh­rung der Jubiläumsschau anlässlich des 100-jährigen Vereinsjubi­läums, welche am Wochenende 29. und 30. November 2008 - zum l. Advent - in der Turnhalle Pleißa stattfindet. Das vorhandene Protokollbuch von 1908 gibt zur Gründung des Vereins und zur Entwicklung des Vereins über die Jahre hinweg viele interessante und aufschlussreiche Anhaltspunkte zum Vereinsleben. So trafen sich Ende August 1908 elf Züchter im „Goldenen Stern" Pleißa als Gründungsmitglieder und schlössen sich nach Abstim­mung zu einem Verein zusammen. Als Vorsitzender wurde Herr Max Zwingenberger gewählt. In der zurückliegenden Zeit durchschritt der Verein so manche Höhen und Tiefen. Der l. rund 2. Weltkrieg legte das Vereinsleben so gut wie lahm. Die Mitglieder hatten mit der Wehrdienstleistung / Inhaftierung usw. zu kämpfen. In dieser Zeit wurden vornehmlich Nutzrassen zur Fleischproduktion, wie Helle Großsilber und Widder, Riesen und Großchinchilla gezüchtet. Nach und nach traten dein Verein weitere Züchter bei, so dass sich auch die Tierauswahl verbesserte und schon gute Zuchterfolge auch im Verband „Saxonia" erzielt werden konnten. Der Verein zählt derzeit 22 Mitglieder, darunter drei Züchterinnen und zwei Jugendzüchterinnen. Unser jüngstes Mitglied ist Sandra Philipp mit acht Jahren, das älteste Mitglied im Verein Zuchtfreund Paul Winkler mit 87 Jahren. Es werden zur Zeit ca. 18 verschiede­ne Rassen in verschiedenen Farbschlägen gezüchtet. Die Züchter nehmen rege am Vereinsleben teil. So treffen sie sich monatlich am letzten Freitag des Monats zur Mitgliederversammlung. Im Februar findet dann die jeweilige Jahreshauptversammlung statt. Weiterhin wird jährlich im Frühjahr eine Stallschau durchgeführt. Dazu besuchen die Zuchtfreunde einzelne Züchter und bestaunen die Kaninchen und die Stallanlagen. Auch führt der Verein jedes Jahr im Sommer in der Gartenanlage „Distel" in Pleißa, gelegen an der Hohensteiner Straße in Nähe des Nettoeinkaufsmarktes, eine Jungtierschau durch. Dort werden die Zuchterfolge des lau­fenden Jahres zur ersten Schau vorgestellt. Die Jungtiere werden hier besonders auf ihren Körperbau und rassetypische Merkmale hin von den Zuchtrichtern bewertet. Die Zuchtfreunde des Vereins stellen zu vielen weiteren Schauen des Verbandes aus, so u.a. in Röhrsdorf, Wittgensdorf, Chemnitz usw.. Im Vereinswettbewerb konnte unser Verein über viele Jahre hinweg den 1. Platz belegen und verteidigen. Aus unserem Verein konnten Züchter schon sehr hohe Auszeichnungen entgegen nehmen, so wurde bereits ein Lan­desmeister ausgezeichnet. Einige Züchter nahmen an Bundes- und Europaschauen teil und konnten ebenfalls sehr gute Zuchterfolge mit den Kaninchen erzielen.
Anlässlich des 100-jährigen Bestehens präsentiert sich unser Verein dieses Jahr auch zum Dorffest in Pleißa am 21. Juni auf dem Turnhallenvorplatz. Dort wird ein Querschnitt der im Verein gezüchteten Rassen gezeigt und ein Streichelgehege für die kleinen Besucher errichtet.
Die Jubiläumsausstellung findet dann am 29. und 30. November in der Turnhalle Pleißa statt. Angeschlossen an der Ausstellung ist der Kleinsilberclub Sachsen. Es werden ca. 550 Tiere in verschiedenen Rassen und Farbenschlägen präsentiert. Hauptaugenmerk muss auch weiter daraufgerichtet bleiben, junge und interessierte Mitglieder für dieses Hobby zu finden, damit dieser Verein, der zum ländlichen Leben beiträgt, auch für die Zukunft eine Chance hat.
Neue Mitglieder sind deshalb gerne gesehen !
Kathrin Reimann
Quelle : „Stadtspiegel" vom 19. Juni 2008
100 Jahre Kaninchenzüchterverein S 416 Pleißa e.V.
Jubiläum steht bevor
Am 18. Oktober trafen sich die Züchter des Kaninchenzüchtervereins S416 Pleißa e.V. zur diesjährigen Tischbewertung bei Zuchtfreund Philipp in Pleißa. In Vorbereitung auf die Jubiläumsschau anlässlich des 100-jährigen Bestehens des Vereins, welche am Wochenende 29. und 30. November in der Turnhalle Pleißa stattfindet, wurden die Kaninchen nochmals den strengen Blicken des Zuchtrichters vorgestellt. Es wurden ca. 70 Tiere von 9 Züchtern zur Bewertung vorgestellt. Dabei kam es natürlich wieder auf die „Schönheit" an. Die rassetypischen Merkmale, Gewicht und Pflegezustand wurden dabei hauptsächlich bewertet. Als bestes Tier wurde ein schwarzes Loh-Kaninchen des Züchters Klaus Viertel mit 96,5 Punkten ausgezeichnet. Durch die Bewertung können nun die Züchterinnen und Züchter ihre Kaninchen für die Jubiläums­schau aussuchen und für die Schau vorbereiten. Auch zur am 30. Oktober stattgefundenen Mitgliederversammlung stand die Jubiläumsausstellung Ende November im Gesprächsmittelpunkt. So wurden nochmals die Tieranmeldungen besprochen, wovon dann der Aufbau der Käfige abhängig ist. Ca. 500 Tiere aus 20 unterschiedlichen Rassen und Farbenschlägen werden am 1. Adventswochenende zu sehen sein. Für die Zuchtfreunde beginnt die Vorbereitung bereits am Dienstag und Mittwoch mit dem Aufbau der Käfige, am Donnerstag beginnt dann 8 Uhr die Bewertung der Tiere. Für die ca. 500 Tiere sind sieben Zuchtrichter eingeladen. Es beteiligen sich insgesamt zehn Vereine sowie der Kleinsilber-Club Sachsen mit ca. 80 Tieren an dieser Ausstellung. Die Züchter hoffen auf gute Ergebnisse für ihre Tiere. Am Samstag und Sonntag ist dann die Ausstellung für alle Freunde der Tierzucht und Besucher in der Zeit ab 9 Uhr geöffnet. Für das leibliche Wohl der hoffentlich zahlreichen Besucher ist wie immer bestens ge­sorgt. Auch organisieren die Mitglieder wieder eine Tombola sowie eine Malstraße für die Kinder.
Kathrin Reimann, 2. Vorsitzende
Quelle: „Stadtspiegel" vom 20.11.2008
In der Turnhalle Pleißa waren rund 350 Langohren zu sehen
Große Ausstellung zum Jubiläum
Pleißa (MPF). Seit 100 Jahren gibt es den Kaninchenzüchterverein Pleißa. Dieses Jubiläum feierten die Züchter mit einer großen Ge­meinschaftsausstellung, an der sich zahlreiche Vereine aus der Umgebung beteiligten. „Es wer­den 350 Tiere in 40 verschiedenen Rassen und Farbenschlägen ge­zeigt", berichtete Ausstellungs­leiter Matthias Heidrich. Für die 18 Mitglieder des Vereins kam die Unterstützung anderer Zuchtfreunde sehr gelegen. „Allein wä­re eine Ausstellung in dieser Grö­ßenordnung nicht zu schaffen. Es ist aber wichtig, dass viele Tiere gezeigt werden, um die Schau in­teressant zu machen", sagte Klaus Viertel, der Chef der Pleißaer Kaninchenzüchter. Die Züchter aus Röhrsdorf schnappten den Pleißaern im Jubiläumsjahr den Titel des besten Vereins bei der Ausstel­lung nur knapp vor der Nase weg. Die Bedeutung der Kaninchen­zucht hat sich in den 100 Jahren des Vereinsbestehens deutlich verän­dert. „In der Kriegszeit waren die Kaninchen oft die einzige Mög­lichkeit für einen ordentlichen Braten auf dem Tisch", so Klaus Viertel. In der DDR-Zeit seien sie dann sogar in großem Maße auf­gekauft wurden, da sie als Le­bensmittel ebenfalls eine große Bedeutung hatten. „Heute kann man aber durch Kaninchen nicht mehr reich werden. Die Zucht wird eher als eine Art Sport betrie­ben", schätzte Matthias Heidrich ein. In der Weihnachtszeit landen aber dennoch viele Langohren in der Pfanne und das dichte Fell mancher Rassen gewinnt sogar langsam wieder an Bedeutung im Bekleidungssektor.
Quelle: „Blick" vom 03. 12. 2008
Klaus Viertel und M. Heidrich
Jubiläumsschau in Pleißa
Zu ihrem 100-jährigen Vereinsjubiläum veranstalteten die Kanin­chenzüchter aus Pleißa am l. Adventswochenende eine große Aus­stellung in der Turnhalle. Gemeinsam mit neun weiteren Vereinen zeigten sie insgesamt 349 Tiere.
Unter den zahlreichen Gästen war auch Oberbürgermeister Dr. Hans-Christian Rickauer, der dem Verein herzlich gratulierte. „Es zeugt von einer guten Arbeit, wenn ein Verein über mehrere Generationen besteht. Seit der Gründung hat sich nicht nur das gesellschaftliche Umfeld gewandelt, auch die Motive für die Kaninchenzucht haben sich verändert. Was jedoch bleibt, ist die Freude, mit der Sie gemeinsam Ihrem Hobby nachgehen", betonte das Stadtoberhaupt. Vereinsvorsitzender Klaus Viertel war zu Recht stolz auf die attraktive Schau, bei der die Züchter den Preisrichtern und den Besuchern ihre besten Tiere präsentierten und sagte dem Ausstellungsleiter Matthias Heidrich, allen Zuchtfreunden, Helfern und Sponsoren für die Unterstützung ein Dankeschön. „Der Züchter Peter Hötzel aus dem Burgstädter Verein konnte die vom Oberbürgermeister gespendeten Pokale für die Beste Zuchtgruppe sowie für den Besten Rammler einen Blauen Wiener entgegennehmen und der Vereinsvorsitzende erkämpfte den Pokal für die Beste Häsin - Lohkaninchen Schwarz. Mit nur 0,5 Punkten Rückstand zum Vereins Wettbewerbssieger konnte der Pleißaer Verein S 416 den 2. Platz erreichen", zog die 2. Vereinsvorsitzende Kathrin Reinmann ein positives Resümee der Veranstaltung.                  > Bilder <
Quelle: „Stadtspiegel" vom 06.01.2009
Der Ortsvorsteher gratuliert
 
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„Mir gefällt es, Tiere aufwachsen zu sehen"
Nicole Philipp züchtet seltene Kaninchenrassen - Pleißaer Verein zeigt Qualität: 90 Prozent der Tiere „sehr gut*
93 Langohren haben die Pleißaer Ka­ninchenzüchter am Wochenende in der Gartenanlage „Distel" ausge­stellt Die Preisrichter bewerteten et­wa 90 Prozent der Tiere mit dem Prä­dikat „sehr gut". Neun Tiere erhiel­ten sogar die höchste Auszeichnung „sehr gut 7". Jürgen Sorge sprach mit Nicole Philipp (20). Sie ist zweit­jüngstes Vereinsmitglied und züch­tet Japaner-Kaninchen.
Freie Presse: Warum haben Sie sich für diese Rasse entschieden?
Nicole Philipp: Die Tiere haben ei­ne sehr schöne schwarz-gelbe Zeich­nung an Kopf und Rumpf. Das sieht sehr gut aus.
Freie Presse: Für einen Pokal hat es diesmal nicht gereicht. Sind Sie trotz­dem mit der Bewertung zufrieden?
Philipp: Sehr. Die Japaner-Kanin­chen sind eine sehr seltene Rasse, die deshalb schwierig zu züchten ist. Ich habe sie erst seit einem Jahr. Trotzdem haben meine Tiere alle ein „sehr gut" bekommen.
Freie Presse: Wie fing Ihre Lei­denschaft an?
Philipp: Begonnen habe ich vor elf Jahren mit einem Schmusehasen. Damals sind mein Vati und ich in den Verein eingetreten. Jetzt haben wir etwa 100 Tiere.
Freie Presse: Warum gerade die­ses Hobby?
Philipp: Mir gefällt es, die Tiere aufwachsen zu sehen. Am meisten mag ich, wenn ich mit seltenen Ras­sen Erfolg habe und dadurch diese Tiere bekannter machen kann. Mit Jamora-Kaninchen, eine langhaari­ge Kaninchenrasse, bin ich schon zweimal Kreismeister geworden.
Freie Presse: Kaninchen machen aber auch viel Arbeit? Philipp: Das stimmt. Auch wenn es durch meine Ausbildung knapp wird, nehme ich mir Zeit für die Tie­re. Da mein Vati und ich uns die Ar­beit teilen, geht das gut.
Freie Presse: Gibt es einen Unter­schied zwischen einem Schmusehasen und einem Zuchtkaninchen ?
Philipp: Eigentlich nicht. Ich ver­suche alle Tiere gleich zu behan­deln.
Freie Presse:... aber trotzdem gibt es ein paar Lieblinge?
Philipp: Na ja. Das sind zum Bei­spiel Tiere, die auf Ausstellungen 'sehr erfolgreich waren. Die kom­men nicht in die Bratpfanne.
POKALE
Vereinschef Klaus Viertel wurde zur Aus­stellung in Pleißa für die Beste Zuchtgrup­pe und für die Beste Häsin mit zwei Poka­len ausgezeichnet. Vereinsmitglied Horst Seifert bekam einen Pokal für den Besten Rammler. Zudem wurden acht weitere Auszeichnungen vergeben.
Quelle: „Freie Presse" vom 27. 07. 2009
                           Bilder finden Sie > hier < .
Nicole Philipp
Kaninchenzüchter präsentierten sich in Pleißaer Turnhalle
Rotäugige Hermeline hatten „die Nase vorn"
Pleißa (ABU). Zur Rassekaninchen-Jungtierschau hatte am Wochenende der Kreisverband Chemnitz in die Pleißaer Turnhalle eingeladen. „Teilgenommen haben 14 Verei­ne", erklärte Ausstellungsleiter Christian Fischer. „Neben denen aus Chemnitz waren auch Limbach, Mühlau und Pleißa anwe­send."
Es präsentierten sich ca. 70 Aussteller mit rund 420 Tieren, von denen rund 30 Zuchtgrup­pen zu je vier Kaninchen ausge­zeichnet wurden. „Bei den etwa 45 ausgestellten Kaninchen-Rassen hatten am Ende gleich zwei Züchter den größten Er­folg", so Christian Fischer. Der Ehrenpreis des Landesverbandes ging mit jeweils gleicher Punktzahl (32/25) an Hans Rock­stroh aus Röhrsdorf und Thomas Lauterbach aus Mühlau. „Die Bewertung wird von spezi­ell dafür ausgebildeten Preis­richtern vorgenommen", erläu­terte Fischer. „Um alle Kriterien einschätzen zu können, ist viel Fachwissen nötig."
So schauten die Preisrichter zunächst auf das gesamte äuße­re Erscheinungsbild der Kanin­chen, detailliert dann auf spezi­fische Besonderheiten wie Fell­beschaffenheit, verschiedene Zeichnungen, aber auch auf ge­pflegte Krallen. „Ein Züchter hat viel Arbeit mit seinen Tieren", be­merkte Christian Fischer, der auch Vorsitzender des Vereins „S 305 Limbach"ist. „Ein bis zweimal täglich wird gefüttert, im Som­mer gibt es täglich frisches Grün­futter. Für den Winter müssen rechtzeitig Hackfrüchte vorberei­tet werden."
Quelle: „Blick" vom 28.07.2010
 
Pleißaer Langohren dürfen in Freiheit leben
Ein Züchter hat seinen Tieren ein 90 Quadratme­ter großes Freigehege errichtet. Dort bewohnen die Kaninchen eigene kleine Holzhäuser.
Pleißa
- Wenn Hen­ry Reinhold auf seinem täglichen Spaziergang bei seinen Kaninchen eintrifft und laut „Matz, Matz, Matz" ruft, hoppeln ihm seine Langohren freudig entgegen. Offenbar wissen sie schon, was jetzt kommt: Rein­hold streut Körner in den Futtertrog - zum saftigen Gras, dass ihnen un­begrenzt zur Verfügung steht, eine knusprige Alternative. 3 5 Tiere, dar­unter Weiße und Schwarze Riesen, Holländer und Blausilbern leben in dem 90 Quadratmeter großen Frei­gelände hinter dem Automarkt Pleißa an der Hohensteiner Straße. Eine richtiges Kaninchendorf hat Henry Reinhold seinen Tieren errichtet. Viele kleine Holzhäuser stehen dort, in denen sich die Tiere vor Regen und Raubvögeln verstecken.
Die Kaninchenzucht zieht sich durch das ganze Leben des Pleißaers. Bereits als junger Familienvater in den 1950er-Jahren, als er in der Landwirtschaft lernte, war er stolzer Besitzer von 100 Tieren. Damals je­doch aus rein rationalen Gründen. Der Lohn habe nicht genügt, um da­von eine ganze Familie zu ernähren, erzählt er. Deshalb kamen damals häufiger Kaninchen aus eigener Zucht auf den Tisch. Heute, nach­dem er das von ihm nach der Wende gegründete Autohaus seinem Sohn überlassen hat und seinen Ruhe­stand genießt, überwiegen für die Haltung emotionale Gründe. Der Se­nior liebt seine Tiere - hält sie des­halb in Freiheit und verbringt viel Zeit mit ihnen. „Ich kenne alle und weiß, welches Böckchen sich zum Bock entwickelt und kastriert wer­den muss. Für die Nachzucht wird dann ein Bock mit fremden Blut ein­gesetzt, um Inzucht zu verhindern", erklärt Reinhold. Unter einem Wohnanhänger, von dem der Pleiß­aer die Tiere bei schlechtem Wetter beobachtet, stehen Wurfkästen, für die Nachzucht.
Die Freilandhaltung sieht Rein­hold als Garant, dass seine Kanin­chen gesünder sind. Auch Tierex­perte Professor Klaus Eulenberger vom Limbacher Tierparkförderver­ein sieht durchaus Vorteile für das Leben der Tiere in größeren Ausläu­fen. „Für die Tiere ist es sicherlich schöner, als nur im Stall zu sitzen." Durch die viele Bewegung seien sie auch vitaler, so Eulenberger. Jedoch wolle er die Stallhaltung nicht ver­teufeln. „Die Tiere kennen es nicht anders." Außerdem lebten die Tiere bei der Freilandhaltung gefährli­cher, so sind so zum Beispiel der Ge­fahr durch Greifvögel ausgesetzt, zu­dem komme es bei mehreren nicht kastrierten Böcken zu Rangeleien.
Trotz Tierliebe kommen Reinholds Kaninchen am Ende trotzdem auf den Tisch. Fragt man den Tier­freund, ob ihm das nicht wehtut, antwortet er: „Mehr als das". Doch als Züchter habe man keine andere Wahl, ergänzt er. Das Tier sei im Herbst mit seinen drei bis vier Kilo bereits so wohl genährt, dass es nicht mehr so agil sein könne, wie Reinhold erklärt. Dann habe man nur noch die Wahl zwischen Schlachten oder verenden lassen.
Beim Thema Geschmack gibt Tierexperte Eulenberger der Frei­landhaltung den Vorrang. Denn durch die bessere Entwicklung der Muskulatur schmecke das Fleisch von Freilandkaninchen herzhafter, Zur Begründung sagt der Professor: „Bei Tieren, die viel Auslauf haben, lagert sich mehr Muskelfarbstoff, das Myoglobin, ein und auch der Hä­moglobingehalt im Blut liegt höher, beide dienen als Sauerstoffträger."
Quelle: „Freie Presse" vom 02.11.2011
Henry Reinhold und seine Hasen
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Kaninchen-Freunde setzen sich für Kinder ein
Erst gab es den Zuschlag für eine Rasse-Schau, nun wollen die 14 Züchter helfen
Pleißa Im Stadtverband Chemnitz hat in diesem Jahr der Rassekanin­chenzüchterverein S 416 Pleißa den Zuschlag für die Ausrich­tung der Kreisjungtierschau be­kommen. Hintergrund ist das 105-jährige Gründungsjubiläum des Vereins, der aktuell 14 Mit­glieder zählt. Die Kreisjungtier­schau findet am 10. und 11. Au­gust in der Turnhalle Pleißa statt. Zur Jubiläumsschau wer­den Züchter des Stadtverbandes Chemnitz etwa 500 Tiere in ver­schiedenen Rassen und Farben­schlägen präsentieren. Die Tiere werden nach den rassetypischen Merkmalen, Pflege und Gewicht bewertet. Die Siegertiere erhal­ten dann Prämierungen, wie Po­kale, Wimpel und Ähnliches. „Die Schau soll aber nicht nur der Ausstellung der Kaninchen dienen, sondern einem guten Zweck", sagt Nicole Elke Philipp vom Rassekaninchenzüchterver­ein Pleißa. Am Samstag, dem 10. August findet daher eine Kanin­chenversteigerung statt, deren Erlös dem Elternverein krebskranker Kinder Chemnitz zu Gu­te kommt.
Mit den Spenden und Erträ­gen aus der Versteigerung soll das Kinderfest des Elternvereins
am 8. September unterstützt werden. „Der Elternverein bietet den erkrankten Kindern und Ju­gendlichen im Alter bis 19 Jahre sowie deren Familien während des stationären Aufenthaltes oder auch nach Abschluss der Behandlung Hilfe an", infor­miert Nicole Elke Philipp. Dies betrifft alle Bereiche außerhalb der medizinischen Behandlung im Kinderkrebszentrum Chem­nitz, wie zum Beispiel Ergo-, Musik-, Mal- und spieltherapeu­tische Maßnahmen auf der Stati­on, Übernachtungsmöglichkei­ten und Gesprächsrunden für be­troffene Eltern. Hfn          > Mehr <
Quelle: „Blick" vom 27.07.2013
Der S 416 Plei▀a 2013
Das ungewöhnliche Hobby einer 25-jährigen Friseurin
Gemeinsam mit ihrem Vater besitzt die Pleißaerin Nicole Philipp 60 Tiere, die sie selbst züchtet. Dabei spielen drei Farben eine große Rolle.
- VON STEFFI HOFMANN -
PLEIßA - Die Pleißae­rin Nicole Philipp ist 25 Jahre alt und arbeitet als Friseurin und Nageldesignerin. In ihrer Freizeit schlüpft die junge Frau allerdings in eine ganz andere Rolle: Sie ist die zweit­jüngste Kaninchenzüchterin im Rassekaninchenzüchterverein 8416 Pleißa. Den Grundstein für dieses Hobby legte Vater Andreas bereits in ihrer Kindheit. „Ich habe mit zehn Jahren begonnen, Kaninchen zu züchten. Es macht einfach Spaß zu sehen, wie sich die Tiere entwi­ckeln", erzählt die Pleißaerin.
Gemeinsam mit ihrem Vater besitzt sie derzeit 60 Tiere. „Sonst haben wir um die 100 Kaninchen, aber der strenge Winter und die Näs­se haben etliche Verluste mit sich gebracht", sagt Nicole Philipp.
Besonders stolz ist die junge Frau auf die Rassen, die sie züchtet: drei­farbige Dalmatiner, Loh-Rexe und Castor-Rexe. „Die Rassen sind nicht leicht in der Zucht, aber dafür etwas Besonderes und was für`s Auge", so Nicole Philipp. Speziell die dreifarbi­gen Dalmatiner - Kaninchen, die weißes, gelbes und schwarzes Fell haben - hätten ihre Tücken. Es gebe immer wieder Jungtiere, die zum Beispiel ganz weiß auf die Welt kommen. „Diese haben keine Über­lebenschancen, weil weiße Tiere einen Gendefekt haben. Sie müssen gleich aussortiert werden", so die Züchterin. Auch die Größe und Verteilung der drei Farbflächen auf dem Fell sei eine Kunst für sich.
Ihre komplette Freizeit widmet die Friseurin und Nageldesignerin den Kaninchen. Sie müssen täglich mit Futter versorgt, auf Krankheiten überprüft werden und die 60 Ställe müssen regelmäßig gereinigt wer­den. Das Hobby Kaninchenzucht sei für Nicole Philipp das schönste, was sie sich vorstellen könne, und sie empfiehlt es allen Tierliebhabern. „Allerdings muss man immer auch bedenken, dass Kaninchen keine Hunde sind. Sie lassen sich weder dressieren, noch kann man eine so starke Bindung zu ihnen aufbauen, wie zu einem Hund", erläutert die Züchterin.
Der Rassekaninchenzüchterver­ein S 416 Pleißa ist Mitglied im Stadtverband Chemnitz und hat in diesem Jahr den Zuschlag für die Ausrichtung der Kreisjungtierschau bekommen. Der Verein feiert damit auch sein 105-jähriges Gründungs­jubiläum. Zur Jubiläumsschau am kommenden Wochenende werden Züchter des Stadtverbandes Chem­nitz etwa 350 Tiere in verschiede­nen Rassen und Farbschlägen präsentieren. Die Tiere werden nach rassetypischen Merkmalen, Pflege und Gewicht bewertet. Die Sieger­tiere erhalten Prämierungen, wie Po­kale und Wimpel. „Die Schau soll aber nicht nur der Ausstellung der Kaninchen dienen, sondern einem guten Zweck", sagt Nicole Philipp. Am Samstag soll eine Kaninchenversteigerung stattfinden, deren Erlös dem Elternverein krebskranker Kin­der Chemnitz zu Gute kommt. Mit Spenden, die zur Schau in einer Box gesammelt werden, und dem Er­trag aus der Versteigerung soll das Kinderfest des Elternvereins am 8. September unterstützt werden.
Quelle: „Freie Presse" vom 08. 08. 2013
Nicole Philipp
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