Gewerbegebiet Plei▀a-West
Gewerbegebiet Pleißa-West befindet sich seit mehr als 15 Jahren direkt an der Antobahn A4
Beste Lage sorgt für gute Auslastung
Pleißa (MPF). Eine günstigere Lage kann es eigentlich nicht geben. Das Ge­werbegebiet Pleißa-West, das ei­nes von fünf Gewerbegebieten im Bereich der Stadt limbach-Oberfrohna ist, liegt nur wenige Meter von der Anschlussstelle Wüstenbrand an der Bundesautobahn A4.
Hier sorgen derzeit zwar Bauar­beiten für Behinderungen und zeitweise sogar für Sperrungen der Straße zwischen Pleißa und Wüstenbrand, doch mit Blick auf die bald fertig ausgebaute Auto­bahn sind diese Behinderungen zu verkraften. Erschlossen wurde das Gewerbegebiet Pleißa-West im Jahr 1993 durch eine private In­vestitionsgesellschaft. Dabei wurden rund 17 Millionen Mark investiert. Heute gibt es in dem rund 20 Hektar großen Areal kaum noch freie Flächen. Neben Niederlassungen namhafter Großunternehmen wie der Deut­schen Post, Scania oder Zeppelin Baumaschinen tragen verschie­dene weitere Betriebe zu einem breiten Mix an Firmen im Gewerbegebiet bei.
Unter anderem ist hier auch die Autobus Sachsen GmbH ansäs­sig, deren Busse im täglich im Nahverkehr durch die Region zwischen Chemnitz und Zwickau rollen. Einige Kilometer östlich entstand auf Pleißaer Flur ab 2002 ein zweites Gewerbegebiet. Jenes wuchs seither an, so dass nun kürzlich eine Erweiterung bekannt gegeben wurde. Im Ge­werbegebiet Süd werden sich laut Wirtschafts- und Finanzdezernent Carsten Schmidt drei weitere Unternehmen ansiedeln, so dass trotz der derzeitigen Krise mit einer Portion Optimismus in die Zukunft geblickt werden kann. Die Stadt Limbach-Oberfrohna will in die Erweiterung des Gewerbegebietes rund ein halbe Million Euro investieren, damit auch in Zukunft eine star­ke Wirtschaft in der Stadt zu fin­den ist. Um die Neuansiedlungen zu ermöglichen, sollen Erschlie­ßungsstraßen in Richtung der Autobahn A4 verlängert werden.
Der Autobahnbau erfordert viel Geduld
Pleißa (MPF). Auf der Bundesauto­bahn A4 erfolgt derzeit ein Lückenschluss. Zwischen den An­schlussstellen Limbach-Ober­frohna im Osten und Hohenstein-Ernstthal im Westen ist die alte Piste verschwunden und nachdem bereits eine neue Rich­tungsfahrbahn fertig ist, wird in den nächsten Monaten an der zweiten Richtungsfahrbahn ge­baut.
So lange gebaut wird, stehen jeweils nur zwei eingeengte Fahrbahnen pro Richtung zur Verfügung, was die Geduld der Autofahrer schon allein wegen der zulässigen Höchstge­schwindigkeit von 80 Stunden­kilometern strapaziert. Das Teil­stück zwischen den Anschlussstellen Hohenstein-Emstthal und Limbach-Oberfrohna ist 12 Kilometer lang. Der Neubau der Fahrbahn soll im Jahr 2010 abge­schlossen werden. Begonnen wurde mit den Arbeiten im No­vember 2007. UInter anderem gehören der Bau von elf Brücken und ebenso vielen Regenrück­haltebecken zum Ausbaupro­jekt.
Die Gesamtinvestitionen im Autobahnbau belaufen sich auf knapp 50 Millionen Euro. Um die Verbreiterung der Autobahn zu ermöglichen, waren fast auf der gesamten Ausbaustrecke Baumfällungen in den angren­zenden Wäldern nötig. Dadurch verschwanden rund sieben Hektar Wald. Nach Angaben des Auto Club Europa gibt es in Deutschland derzeit knapp 400 Autobahnbaustellen. Sie sind insgesamt 1400 Kilometer lang. Insgesamt umfaßt das deut­sche Autobahnnetz rund 12.500 Kilometer.
Quelle: „Blick" vom 15.04.2009
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Weltkonzern ThyssenKrupp will Fertigung von Lithium-Ionen-Batterien industriereif machen
Ingenieure tüfteln in Pleißa
VON GISELA BAUER
Hohenstein-Ernstthal/Pleißa. Noch bietet die schlichte Halle am Ende des Gewerbegebietes Pleißa nichts als viel leere Fläche und ein paar Informationstafeln. Hinter einer wie zufallig in den Raum gestellten Trennwand mutet ein Industrieroboter fehl am Platze an. Doch der erste Eindruck trügt. Die ThyssenKrupp System Engineering GmbH in Hohenstein-Ernstthal hat ganz konkrete und kurzfristige Pläne für die zuvor einem Logistikunternehmen gehörende Immobi­lie in Pleißa. „Hier entsteht ein Technikum für Lithium-Ionen-Energiespeicher. Das heißt, wir entwickeln Anlagen von der Herstellung der einzelnen Zel­len bis zur Montage von Modu­len und ganzen Batterien. Damit streben wir eine führen­de Rolle bei der industriellen Umsetzung dieser Anlagen­technik an", sagt der Hohensteiner Werkleiter Thorsten
Korbs. Bei der innerstädtischen Lage in der Karl-May-Stadt sei flächenmäßig keine Erweite­rung möglich gewesen. Das Technikum wird mit modernsten Entwicklungs- und Versuchseinrichtungen ausge­stattet, darunter ein Trocken­raum, eine Beschichtungsanlage und ein Laserzentrum. Alles, was zur automatischen Ferti­gung der Zellen und Batterien benötigt wird, wie Beschichten, Schneiden, Schweißen, Monta­ge usw., kann hier ausprobiert werden. Dazu kommen die ent­sprechenden Prüfeinrichtun­gen. Komplette Anlagen könn­ten allerdings nicht aufgebaut werden, sagt der Bereichsleiter Batterie, Holger Gritzka. Die seien in der Praxis doppelt so groß wie die Halle. Bereits Ende des Jahres sollen in Pleißa 20 Leute arbeiten. Wissen­schaftliche Unterstützung kom­me u. a. von den Technischen Universitäten Chemnitz und Dresden sowie von Fraunhofer-Instituten.
In zwei bis drei Wochen will ThyssenKrupp Systems Engi­neering einen Kooperations­vertrag mit Bosch zur Planung und zum Aufbau einer Pilotan­lage zur Zellfertigung in Eisen­ach unterschreiben. Dort sol­len Materialien und Ferti­gungsverfahren für künftige Generationen von Lithium-Ionen-Zellen außerhalb des automobilen Bereichs erforscht werden. Das könnte der Durchbruch des Unter­nehmens bei dieser Technolo­gie werden. Lithium-Ionen-Batterien erlangen auf dem Weltmarkt im Zusammenhang mit dem Ausbau der erneuer­baren Energien künftig große Bedeutung als umweltfreundli­che Energiespeicher. Im Ergebnis der Kooperation ist die spätere Industrialisierung für Schiffsanwendungen vor­gesehen. Der erste Auftrag, den die Hohenstein-Ernstthaler realisieren, ist das Thema Modulpack für den Elektro-BMW, der in Leipzig gebaut wird. „Unsere Stärke ist, dass wir aus der Automobilbranche kommen", betont Gritzka. Insgesamt rüstet der Standort Hohenstein-Ernstthal perso­nell weiter auf. "Wir haben sofort nach der Krise einen Nachfrageschub gespürt. Wir suchen gezielt Ingenieure", sagt Korbs. Der sächsische Anlagenbauer ist der einzige ostdeutsche Standort der stark auf den Automobilbereich fokussierten Technologietoch­ter des ThyssenKrupp-Konzerns. Diese beschäftigt welt­weit 3.400 Mitarbeiter und erzielt rund 800 Millionen Euro Umsatz im Jahr.
In Hohenstein-Ernstthal sind es derzeit 260 Beschäftigte und etwa 80 Millionen Umsatz mit steigender Tendenz, wie Korbs sagt. Im Bereich Elektromobilität produziert das Unterneh­men bereits seit mehreren Jah­ren Modul- und Batteriemon­tageanlagen für Automobilher­steller in Deutschland und Frankreich.
Quelle: „Blitzpunkt" vom 01. 10. 2011
ThyssenKrupp im Gewerbepark West
Anlagenbauer eröffnet neues Forschungszentrum in Pleißa
Bis 2020 soll sich auf den deutschen Straßen die Anzahl der Elektrofahrzeuge deutlich erhöhen -Thyssen-Krupp will diese Chance nutzen und seine Produktion erweitern.
HOHENSTEIN-ERNSTTHAL/PLEISSA
- Exakt 270 Menschen arbeiten der­zeit bei der Firma Thyssen-Krupp System Engineering in Hohenstein-Ernstthal sowie im Limbach-Oberfrohnaer Ortsteil Pleißa. Der Anla­genbauer will nun seine Mitarbei­teranzahl erhöhen. Bis zu 20 neue Arbeitskräfte sollen in den kom­menden Monaten eingestellt wer­den. „Wir suchen vor allem Ingeni­eure", sagt Niederlassungsleiter Thorsten Korbs. Grund: Das Unter­nehmen setzt verstärkt auf .den Be­reich Elektromobilität, also mit Strom betriebene Fahrzeuge.
Thyssen-Krupp will Anlagen produzieren, die für die Herstellung
der Batterien gebraucht werden. In den vergangenen zwölf Monaten ist dafür ein Forschungszentrum in Pleißa aufgebaut worden. Eine kon­krete Investitionssumme wollte Korbs nicht nennen. Auch die jährli­chen Umsätze verriet er nicht.
Kerngeschäft bleibe jedoch die Entwicklung und die Produktion von Anlagen für den Rohbau in der Automobilindustrie, sagt Korbs. Der Standort Hohenstein-Ernstthal hat sich insbesondere auf sogenannte Chassis spezialisiert. Dahinter ver­birgt sich die Fahrzeughülle. „Zu un­seren Kunden zählen unter ande­rem BMW, Porsche und Volkswa­gen."
Thorsten Korbs gibt sich zuver­sichtlich. Bei den Batterien handle es sich um einen Wachstumsmarkt. Gerade Hersteller wie Renault bie­ten schon Elektroautos an. Hinzu kommen Hybridfahrzeuge, die so­wohl über einen Verbrennungs- als auch über einen Elektromotor ver­fügen. In beiden Varianten werden zum Speichern von Energie Batte­rien benötigt. Bei den ausschließlich per Elektromotor betriebenen Autos gebe es noch große Herausforderun­gen, sagt Holger Gritzka, der unter anderem im Unternehmen für das Thema Batterien zuständig ist. „Um die 200 Kilogramm sind die Batte­rien noch schwer." In der vergleichs­weise recht geringen Reichweite sieht er kein Problem. Meist würden ohnehin nur kürzere Strecken zu­rückgelegt.
Gibt es eine entsprechende Infra­struktur, kann das Fahrzeug zum Beispiel geladen werden, während der Besitzer bei der Arbeit ist. For­schungsbedarf gebe es vor allem bei den Kontakten. Jede Batterie besitzt mehrere Zellen. Nicht nur sie, son­dern auch die einzelnen Batterien, die letztlich eine große bilden, müs­sen miteinander verbunden werden. „Es ist eine hohe Qualität nötig, ansonsten können sich die Kontakte erwärmen", sagt Gritzka. Dann dro­hen ein Hitzestau und somit auch ein Brand.
Bis zum Jahr 2020 sollen mindes­tens eine Million Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen unter­wegs sein. Dieses Ziel verfolgt die Bundesregierung. Noch sei Asien je­doch Europa einen großen Schritt voraus, erklärt Standortleiter Thors­ten Korbs. Besonders in Japan laufe vieles automatisiert mithilfe ent­sprechender Anlagen ab. In Ländern wie China sei hingegen bei der Her­stellung von Batterien viel Handar­beit an der Tagesordnung.
Damit die gesteckten Ziele ver­wirklicht werden, sollen zusätzliche Mitarbeiter das Unternehmen vor­anbringen. Erste Fachkräfte wurden bereits gefunden. Anfang Februar verkündete der Hohenstein-Ernstthaler Solar-Maschinenbauer Roth und Rau, dass wegen des schwieri­gen wirtschaftlichen Umfeldes Stel­len abgebaut werden. Einige der ehe­maligen Roth-und-Rau-Mitarbeiter kamen bei Thyssen-Krupp unter. Laut Korbs besitzen sie das nötige Vorwissen, welches nun im Unter­nehmen gebraucht wird.
Quelle: „Freie Presse" vom 01. 08. 2012
 
Roboterarme in Plei▀a